„Dialogue of Civilizations“ heute

WPF DoCWorld Public Forum „Dialog der Zivilisationen“ ist eine in Europa gegründete internationale Nichtregierungsorganisation (auch NGO), die sich seit 2003 der Unterstützung und Entwicklung des interkulturellen Dialogs widmet. Im Jahre 2013 wurde dem WPF „Dialog der Zivilisationen“ der Sonderberaterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen gewährt, das Forum wird von einem breiten Netzwerk an führenden Nichtregierungsorganisation mit friedensstiftender und sozialer Ausrichtung in der ganzen Welt unterstützt.

Die Geschichte des Forums begann, als Vertreter der Zivilgesellschaft aus verschiedenen Ländern das Internationale Programm „Dialog der Zivilisationen“ ins Leben gerufen haben. WPF „Dialog der Zivilisationen“ stellte in der Praxis die Umsetzung der Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen (VN-Generalversammlung) „Globale Agenda für den Dialog zwischen den Zivilisationen“ dar, welche am 9. November 2001 auf die Initiative des ehemaligen Präsidenten der Islamischen Republik Iran, Mohammad Khatami verabschiedet wurde. Gründer des Forums waren Jagdish Kapoor (1920-2010), ein indischer Unternehmer, Sozialwissenschaftler, Futurist, und Wladimir Jakunin, Persönlichkeit des öffentlichen Lebens in Russland, Doktor der Politikwissenschaften.

Die Hauptaufgabe des World Public Forums „Dialog der Zivilisationen“ ist Konsolidierung der Bemühungen der internationalen Gemeinschaft zum Schutz der geistigen und kulturellen Werte der Menschheit, Organisation eines konstruktiven Dialoges zwischen den großen Zivilisationen der modernen Welt sowie Förderung der multilateralen Beziehungen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen des Forums sollen zur Entwicklung, Vertiefung und Verbreitung der Dialogkultur beitragen und die Atmosphäre der Zusammenarbeit und gegenseitigen Verständnisses im Alltag der Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen schaffen.

WPF arbeitet mit staatlichen, gesellschaftlichen und religiösen Institutionen auf der Grundlage der Umsetzung und Entwicklung von Grundsätzen der Zusammenarbeit, des gegenseitigen Verständnisses und des Dialogs zwischen den Zivilisationen zusammen. Derzeit werden die Aktivitäten des WPF auf den interkulturellen Dialog entsprechend dem UNESCO-Programm „Internationale Dekade der Kulturenannäherung“ (IDRC) fokussiert, es führt ebenfalls Entwicklungs- und Forschungsarbeiten an alternativen Konzepten der Weltordnung durch, wie z.B. „chinesischer Traum“, Transeuropäische Zone „Entwicklung und Weltordnung“, basierend auf dem Dialog der kulturellen und historischen Traditionen.

Zu den Formpartnern zählen solche Organisationen wie Internationale Organisation für Fortschritt, Internationale Bewegung für eine gerechte Welt, die Arabischen Liga in Fragen der Bildung, Kultur und Wissenschaft, sowie führende Universitäten und Forschungszentren der Welt, wie Carleton University, London School of Economics, Staatliche Universität Moskau und einige mehr.

WPF verbindet Wissenschaftler, Intellektuelle, Politiker, Diplomaten, Geschäftsleute, Kulturschaffende und Künstler, die für Vielfalt der Traditionen, Kulturen und Glaubensrichtungen aus der ganzen Welt stehen, zu einem einzigartigen Netzwerk. Darunter findet man solche Namen wie Zygmunt Bauman, Träger des Europäischen Amalfi-Preises für Soziologie und Sozialwissenschaften, Saskia Sassen, amerikanische Soziologin und Wirtschaftswissenschafterin, Jan Figel, slowakischen und europäischen Politiker, EU-Kommissar für Bildung, Ausbildung, Kultur und Jugend in den Jahren 2004-2009, Walter Schwimmer, Generalsekretär des Europarates in 1999-2004, Alfred Gusenbauer, den ehemaligen österreichischen Bundeskanzler, Vorsitzender der Sozialdemokratische Partei Österreich, Mitglied des österreichischen Parlaments (März 1991), Milos Zeman, Präsident der Tschechischen Republik, Matthias Platzeck, deutscher Politiker, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums, Pascal Alan Nazareth, indische Botschafter (im Ruhestand), und andere.